Die Pflege Ihres neuen Kätzchens
 

Ihr neues Kätzchen ist ein neugieriger Kobold. Es hat den Kopf voller Unsinn und gewinnt mit jedem Tag mehr Unabhängigkeit. Ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, daß es all die Pflege und Aufmerksamkeit bekommt, die es braucht, um zu einer gesunden, aktiven Katze heranzuwachsen. Wenn Sie ihm einen guten Start ins Leben bereiten, können Sie sich auf viele gemeinsame glückliche Jahre freuen.


Heißen Sie Ihr neues Kätzchen willkommen

Bevor Sie es nach Hause bringen, brauchen Sie einige Dinge für Ihr Kätzchen:

  • Getrennte Näpfe für Wasser und Futter. Achten Sie darauf, dass sie flach genug sind, damit es ohne Schwierigkeiten daraus fressen und trinken kann.
  • Einen Vorrat an Futter, möglichst spezielles Futter für Katzenkinder.
  • Eine Katzentoilette, eine Schaufel und einen Vorrat an Katzenstreu.
  • Einen Katzentransportkorb. Besser noch ist ein Transportbehälter aus Plastik, dessen Deckel sich abnehmen lässt. Sie haben dann keine Schwierigkeiten Ihr Kätzchen heraus zu nehmen, auch wenn die kleine Kratzbürste sich sträubt. Obwohl ein normaler Pappkarton für kurze Fahrten ausreicht, ist er nicht sehr haltbar und kann unangenehm durchweichen, denn auch Kätzchen „machen sich manchmal vor Angst in die Hose".
  • Ein Bett an einer zugfreien, ungestörten Stelle. Katzen schlafen freilich, wo es Ihnen gefällt. Doch wer ihnen ein Bett mit hohen Seiten oder eine richtige „Höhle" anbietet, hat gute Chancen, dass das Angebot auch genutzt wird. Ein Karton mit Eingang und Decke reicht völlig aus. Er kann problemlos weggeworfen werden, wenn er verschmutzt ist.
  • Eine Auswahl an ungiftigem, nicht eßbarem Spielzeug. Das Spielen ist ein wichtiger Teil in der Verhaltensentwicklung Ihres Kätzchens.
  • Eine Bürste, ein Kamm und vielleicht eine spezielle Zahnbürste für Tiere. Fangen Sie frühzeitig an, Ihre Katze zu pflegen.
  • Irgendeine Art von Kratzbaum. Er hält Kätzchen davon ab, Ihre Möbel oder Gardinen zum Schärfen der Krallen zu verwenden.

Denken Sie daran, Ihr Haus zu sichern, bevor das Kätzchen einzieht. Entfernen Sie alle gefährlichen Gegenstände, einschließlich giftiger Pflanzen und Putzmittel. Es wird seinen Weg in offene Schränke und Waschmaschinen finden - überprüfen Sie deshalb alle Türen zweimal.


Eingewöhnung

Ein neues Zuhause ist ein verwirrender aber auch spannender Ort für Ihr neues Kätzchen. Anfangs wird es durch die Vielzahl neuer Räume, Geräusche und Gerüche überwältigt sein. Ihr neues Kätzchen wird bestrebt sein, entweder alles zu erforschen oder einen sicheren Ort zu finden, an dem es sich verstecken kann. Aber eines sollten Sie ihm zuerst zeigen: die Katzentoilette. Viele Katzen lernen den Umgang mit der Toilette, wenn sie ihre Mütter nachahmen. Wenn die Katze nicht entsprechend trainiert wurde, müssen Sie ein einfaches Training mit ihr absolvieren. Setzen Sie Ihr Kätzchen morgens früh, abends spät und nach jeder Mahlzeit in die Katzentoilette. Es wird schnell lernen, den Ort mit seinen Toilettengewohnheiten zu verbinden. (Die meisten Katzen lernen das wirklich sehr schnell.)

Nachdem Sie ihm seine Katzentoilette gezeigt haben, sollte es erfahren, wo seine Fress- und Wassernäpfe stehen. Bieten Sie ihm ruhig ein wenig Futter an. Füttern Sie es aber nicht in der Nähe der Katzentoilette. Katzen rühren ihr Futter in Toilettennähe nicht an. Zeigen Sie ihm sein Schlafquartier, und erlauben Sie ihm dann, alles auf eigene Faust zu erkunden. Ganz wichtig: Verbieten Sie jetzt schon die Räume, die auch später von Ihrer Katze nicht bewohnt werden sollen. Wenn Sie noch andere Heimtiere haben, lassen Sie sie nicht in die Nähe des Kätzchens, bevor es nicht mit seiner Umgebung vertraut ist. Ein neues Kätzchen kann sich innerhalb von wenigen Stunden an andere Katzen gewöhnen, bei einem älteren Neuzugang kann es länger dauern. Die schon vorhandene Katze wird mindestens genauso viel Aufmerksamkeit brauchen, damit sie nicht eifersüchtig wird. Versuchen Sie, die ältere Katze in einiger Distanz zu dem neuen Kätzchen zu füttern.

Im besten Fall bringen Sie Ihr neues Kätzchen dann nach Hause, wenn Sie bei ihm bleiben und sich ihm einige Tage ganz widmen können. Wenn Sie es morgens ins Haus bringen, wird es Zeit zum Eingewöhnen, Essen, Spielen und Müdewerden haben - bevor es Zeit ist, schlafen zu gehen. In einem warmen Körbchen, vielleicht sogar mit einer fest in eine Decke gewickelten Wärmflasche, wird es sich gemütlich und sicher fühlen. Lassen Sie Ihr Kätzchen nicht nach draußen, bevor es nicht den vollen Impfschutz gegen die gängigen Katzenkrankheiten hat. Wenn es schon geimpft worden ist, geben sie ihm zwei bis drei Wochen, um sich an Ihr Haus zu gewöhnen. Erst dann lassen Sie es hinaus. Seien Sie nett, sanft und geduldig, während sich ihr neues Kätzchen an sein Zuhause gewöhnt. Diese Anfangszeit ist eine schöne Zeit, in der Sie sich kennenlernen können. Sie erfreuen sich an seiner Lebhaftigkeit, und das Kätzchen lebt sich in sein neues Zuhause ein.


Die Fütterung Ihres neuen Kätzchens

Ihr Kätzchen braucht eine ausgewogene Ernährung, um sich richtig entwickeln zu können und um aktiv und gesund zu bleiben. Alle Katzen müssen eine Ernährung auf Fleischbasis bekommen. Aber frisches Fleisch allein stellt keine ausgewogene Ernährung für sie dar. Kätzchen brauchen eine andere Ernährung als erwachsene Katzen. Junge Katzen brauchen verhältnismäßig viel Nahrung, um gleichzeitig aktiv zu sein und ordentlich zu wachsen. Ihre kleinen Mägen können allerdings nur kleine Portionen auf einmal vertragen. Sie brauchen mehrere kleine Mahlzeiten am Tag. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach Nahrung, die den hohen Ansprüchen des Kätzchens an sein Futter genügt. Junge Katzen brauchen vier bis fünf Mahlzeiten pro Tag. Sobald sie sechs Monate alt sind und ca. dreiviertel ihres Erwachsenengewichtes erreicht haben, erhalten sie drei Mahlzeiten am Tag. Kätzchen neigen nicht dazu, sich zu überfressen. Deshalb ist es am besten, sie soviel zu jeder Mahlzeit essen zu lassen, wie sie möchten.

Hier eine Faustregel: Lassen Sie die Nahrung für Ihre Katze 20 oder 30 Minuten lang stehen, bevor Sie sie wegstellen. Ab dem achten oder neunten Monat kann man die Katze an eine Ernährung für erwachsene Katzen gewöhnen. Ab dem 12. Monat sollte sie dann nur noch Nahrung für ausgewachsene Katzen bekommen. Sorgen Sie dafür, daß Ihr Kätzchen seine eigenen sauberen Wasser- und Fressnäpfe hat. Genau wie wir mögen Katzen kein schmutziges Geschirr. Halten Sie immer frisches Wasser bereit.


Pflege

Katzen sind von Natur aus reinliche Tiere und werden viel Zeit darauf verwenden, sich zu pflegen. Sie benutzen ihre raue Zunge, um ausgefallene Haare aus ihrem Fell zu entfernen. Anschließend werden sie geschluckt und gelangen in das Verdauungssystem. Wenn sich viele Haare in ihrem Magen sammeln, bilden sie einen Haarballen. Er wird normalerweise – und völlig natürlich – von der Katze erbrochen. Gelegentlich verursachen diese Haarballen aber Magenverstimmung und Verstopfung. Besonders langhaarige Katzen neigen zur Haarballenbildung. Sie brauchen tägliche Pflege, um die toten Haare zu entfernen und ihr Fell von Verfilzungen freizuhalten. Häufiges Kämmen verhindert die Bildung von Haarballen. Auch kurzhaarige Katzen profitieren, wenn sie mindestens einmal die Woche gekämmt werden. Fangen Sie früh mit der Pflege an. Gewöhnen Sie ihr Kätzchen an Bürste und Kamm. Dann läßt es sich mit weniger Aufstand und Ärger pflegen, wenn es erwachsen wird.

Benutzen Sie für langhaarige Katzen einen Kamm mit langen, weit auseinanderstehenden Zinken. Kämmen Sie vom Kopf weg in Wuchsrichtung, und zupfen Sie Verfilzungen sanft aus. Fragen Sie Ihren Züchter oder Tierarzt, welches die beste Methode ist, Ihr Kätzchen zu pflegen. Während Sie Ihre Katze kämmen, sollten Sie die Gelegenheit nutzen, den Zustand ihres Felles und ihrer Haut zu überprüfen. Achten Sie auf Schwellungen, Wunden, Anzeichen für Flöhe oder andere Parasiten. Kontrollieren Sie außerdem, ob ihre Augen und Ohren sauber und frei von Ausfluß sind. Langhaarige Katzen haben häufig Probleme mit tränenden Augen. Sie erfordern regelmäßige Pflege. Wenn das Auge verschmutzt ist, benutzen Sie einen feuchten Wattebausch, um es zu reinigen. Benutzen Sie für jedes Auge einen anderen Bausch. Fragen Sie Ihren Tierarzt um Rat, wenn die Augen Ihres Kätzchens rot sind oder wenn sie starken Ausfluß haben.

Reiben Sie verschmutzte Ohren mit einem Papiertuch aus. Versuchen Sie nicht den Gehörgang mit Wattestäbchen zu reinigen, in der Regel schieben sie den Schmutz dabei nur tiefer ins Ohr. Außerdem könnten Sie das Ohr verletzen. Viel dunkles Ohrenschmalz könnte auf Ohrmilben hinweisen. Fragen Sie Ihren Tierarzt danach. Obwohl es unwahrscheinlich ist, daß es Probleme gibt, wenn Ihre Katze jung ist, untersuchen Sie ihren Maulhöhle regelmäßig. Dann gewöhnt sie sich von klein auf daran. Wenn sie älter ist, wird es dann viel leichter sein, ihre Zähne zu putzen oder ihr Medikamente zu verabreichen. Gleichzeitig werden Sie mit dem normalen Aussehen des Maules Ihrer Katze vertraut: Ihre Zähne sollten sauber und ohne Ablagerungen sein, und ihr Zahnfleisch muß eine gesunde rosa Färbung haben.
Die meisten Katzen halten ihre Krallen durch Klettern und Kratzen in gutem Zustand. Besorgen Sie Ihrer Katze einen Kratzbaum – dann vermeiden Sie, daß sie sich mit Ihren Vorhängen und Möbeln beschäftigt.


Die Gesundheit Ihres Kätzchens

Mit Ihrer Hilfe wird Ihr Kätzchen fit und lebenslustig sein und zur glücklichen, gesunden Katze heranwachsen. Wenn Ihr Kätzchen keine Unfälle hat und gesund bleibt, kann es 15 Jahre und älter werden. Für die Lebensqualität Ihrer Katze entscheidend sind: Zuwendung und Aufmerksamkeit, Bewegung und Spiel sowie eine gute Ernährung.


Ihr Tierarzt

Ihr Partner in allen Fragen, die die Gesundheit Ihres Kätzchens betreffen, ist Ihr Tierarzt. Melden Sie sich in einer Tierarztpraxis an, sobald Sie Ihr Kätzchen bekommen haben und erkundigen Sie sich nach den Sprechzeiten und der Regelung für Notfälle: Ist die Praxis 24 Stunden besetzt oder gibt es einen Notdienst? Am besten Sie machen gleich einen Termin für die Erstuntersuchung, Impfungen und Entwurmungen aus. Zum Tierarzt transportieren Sie Ihre Katze am besten in einem speziellen Behälter aus Plastik. Der Transportbehälter sollte einen abnehmbaren Deckel haben und leicht zu reinigen sein. Gewöhnen Sie Ihr Kätzchen möglichst früh an diesen Behälter. Am besten Sie stellen ihn offen in der Wohnung auf und legen eine Decke hinein. Wenn Sie Glück haben akzeptiert das Kätzchen den Behälter als „Höhle" und geht mehrmals täglich hinein. Beim Tierarzt vermittelt der Transportbehälter Ihrem Kätzchen Sicherheit im Wartezimmer, das oft voller fremder Tiere ist, vor denen es Angst haben könnte. Wenn Ihre Katze krank ist, muss der Tierarzt alle Einzelheiten über die Erkrankung wissen. Schicken Sie sie also nicht mit einem kleinen Kind oder einem Freund hin, die ihm diese Informationen nicht geben können.


Wann Sie Hilfe suchen sollten

Beobachten Sie Ihre Katze, damit Sie mit dem normalen Aussehen und Verhalten Ihrer Katze vertraut sind. Wenn sie ungewöhnlich schläfrig ist, nicht essen möchte oder außergewöhnliche körperliche Anzeichen aufweist, behalten Sie sie gut im Auge. Die meisten Katzen täuschen keine Krankheit vor, um Aufmerksamkeit oder Mitleid zu bekommen. Wenn Ihre Katze krank aussieht, ist sie es wahrscheinlich auch. Scheinen die Symptome nicht ernst und Ihr Kätzchen verhält sich gewohnt lebhaft, ist es vielleicht besser, ein oder zwei Tage zu warten, bevor Sie den Tierarzt aufsuchen. Wenn aber die Symptome bleiben oder sich der Zustand Ihres Kätzchens verschlechtert, suchen Sie besser auf der Stelle professionelle Hilfe auf. Ihr Tierarzt möchte lieber früher als später zu einem Patienten gerufen werden. Versuchen Sie nicht, Ihr Kätzchen mit einem Medikament zu behandeln, das für Sie oder andere Tiere bestimmt ist. Katzen vertragen viele dieser Medikamente nicht und sind mit Arzneimitteln leicht zu vergiften.

Tierärzte werden niemals etwas dagegen haben, zu einem echten Notfall gerufen zu werden. Suchen Sie in folgenden Fällen auf der Stelle seinen Rat: Wenn Ihre Katze plötzlich sehr schwach wirkt oder zusammenbricht, wenn sie verletzt ist oder Blut verliert, wenn sie plötzlich Schwierigkeiten beim Atmen bekommt, das Bewußtsein verliert oder unkontrollierte Zuckungen hat, wenn sie sich ständig übergibt oder Durchfall hat oder andere ernstzunehmende Symptome zeigt. Erkundigen Sie sich nach der Nummer der nächsten Notfallklinik, bevor Sie sie brauchen. Den tierärztlichen Notdienst erfahren Sie über regionale Zeitungen oder den Anrufbeantworter Ihres Tierarztes. Fragen Sie den Tierarzt oder sein geschultes Personal um Rat, wenn Sie sich über den Gesundheitszustand Ihres Kätzchens nicht im klaren sind.


Impfungen

In vielen Ländern werden Katzen routinemäßig gegen Tollwut, Katzenseuche, Katzenschnupfen und gegen Katzenleukose geimpft. Die drei letztgenannten Krankheiten sind hoch infektiös (d. h. Ihre Katze steckt sich leicht damit an). Katzenseuche verläuft häufig tödlich. Katzenschnupfen ist eine stark schwächende Krankheit und kann in einigen Fällen auch tödlich enden. Die gegenwärtigen Impfstoffe bieten einen effektiven Schutz gegen diese drei Krankheiten – aber denken Sie daran, daß Ihre Katze eine jährliche Auffrischung der Impfungen braucht, um sie ein Leben lang zu schützen. Auch gegen infektiöse Peritonitis (FIP) kann man Katzen impfen lassen. Dieser Impfstoff wird als intranasale Tropfen verabreicht. Die Tollwutimpfung ist zu empfehlen, wenn Ihre Katze nach draußen darf. Ihr Tierarzt kann Ihnen sagen, wann Sie Ihr Kätzchen am besten impfen lassen sollten. Dies hängt von dem jeweils benutzten Impfstoff ab. Normalerweise läßt man Katzen zum ersten Mal impfen, wenn sie acht Wochen alt sind und das nächste Mal, wenn sie zwölf Wochen alt sind (Tollwut erst ab 12 Wochen). Die Immunität braucht Zeit, um sich zu entwickeln. Daher kann es sein, daß Ihnen Ihr Tierarzt nach der zweiten Injektion rät, das Kätzchen eine kurze Zeit unter Aufsicht zu halten. Die Tollwutimpfung ist übrigens fast überall gesetzlich vorgeschrieben, wenn Sie mit Ihrer Katze reisen oder auf Ausstellungen gehen. Wenn die Impfungen komplett sind, wird Ihnen Ihr Tierarzt einen Impfpaß geben (den internationalen Heimtier Pass), der die Einzelheiten zu den Impfungen enthält. Bewahren Sie diesen Impfpass gut auf, dann können weitere Impfungen jedes Jahr nachgetragen werden. Katzenpensionen fordern einen Impfpass, der auf dem neuesten Stand ist, bevor sie Ihr Katze bei sich aufnehmen.

Impfungen können das Leben Ihres Kätzchens retten. Sie sind auf jeden Fall notwendig, wenn sich Ihr Kätzchen auch draußen aufhält. Sie sollten ihm diesen Schutz aber auch zukommen lassen, wenn Sie vorhaben, es ihm Haus zu halten. Es gibt Viren, die über Kleidung und andere Gegenstände ins Haus gebracht werden. Außerdem wird es den vollen Impfschutz brauchen, falls Sie es während Ihrer Abwesenheit einmal in einer Pension unterbringen möchten. Seit einiger Zeit ist es möglich, Kätzchen auch gegen Chlamydien impfen zu lassen, die auch Atemwegserkrankungen verursachen. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach diesen Impfungen für Ihr Heimtier.


Entwurmung

Katzen werden häufig von Spulwürmern befallen. Haken- und Spulwürmer können zu einem Trommelbauch führen, zu schlechtem Wachstum, zu Erbrechen, Durchfall und chronischen Darmerkrankungen. Es sind viele sichere und wirksame Mittel erhältlich, um diese Würmer abzutöten. Ihr Tierarzt kann eine geeignete Behandlung verschreiben und mit Ihnen das Entwurmungsprogramm für Ihr Kätzchen durchsprechen. Normalerweise behandelt man Kätzchen, die zwischen fünf und zwölf Wochen alt sind, in einem zwei-Wochen-Turnus gegen Würmer. Später dann alle drei bis sechs Monate und das ihr Leben lang. Wenn Sie Ihr Kätzchen in Empfang nehmen, fragen Sie den Züchter, welche Behandlung es bereits erhalten hat.

Auch Bandwürmer können ein Problem darstellen, obwohl sie bei jungen Kätzchen eher selten sind. Achten Sie auf Bandwurmteile um den Anus oder in ihrem Kot. Sie sehen wie Reiskörner aus und bewegen sich manchmal sogar. Vielleicht sehen Sie auch größere Abschnitte eines Bandwurmes. Sie sind flach und sehen wie ein Band aus. Katzen können sich einen Bandwurm zuziehen, wenn sie Mäuse fressen, die ein Zwischenstadium des Parasiten in sich tragen. Oder sie können ihn von Flöhen bekommen. Sorgen Sie deshalb dafür, daß Sie Ihre Katze gegen Flöhe behandeln, wenn Sie Anzeichen für einen Bandwurmbefall entdecken. Die gewöhnlichen Tabletten gegen Haken- und Spulwürmer helfen nicht gegen Bandwürmer. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach einer geeigneten Behandlung.


Flöhe

Einige Katzen haben Flöhe, zeigen aber keinen Juckreiz. Die meisten reagieren, indem sie lecken, kratzen, und sich ständig selbst beißen - besonders in den Rückenbereichen und am Schwanzansatz. Einige Katzen sind sogar gegen Flohspeichel allergisch. Bei diesen wirklich bemitleidenswerten Katzen kann ein einziger Flohbiß eine heftige Hautreaktion verursachen. Achten Sie auf bräunlich-schwarze Flöhe, die sich im Fell Ihres Kätzchens bewegen oder auf dunkle Pünktchen – Flohdreck – im Fell. Ihr Tierarzt kann Ihnen das richtige Flohmittel empfehlen. Wenn Sie Flohpulver aus einem Zoogeschäft kaufen, vergewissern Sie sich, daß es für junge Katzen geeignet ist. Folgen Sie den Anweisungen immer ganz genau. Und denken Sie daran, auch andere Tiere im Haushalt zu behandeln.

Wenn Sie herausfinden, daß Ihre Katze Flöhe hat, müssen Sie ihre Umgebung auch entflohen. Flöhe verbringen die meiste Zeit ihres Lebens nicht auf ihrem Wirt, sondern von ihm entfernt. Nehmen Sie alle Kissen, Decken und den Korb Ihres Kätzchens, und waschen Sie alles gut durch. Danach wird auf allen bevorzugten Liegeflächen Insektenpuder oder –spray verteilt. Vergessen Sie nicht, sorgfältig um Teppiche, Fußleisten und Möbel herumzusaugen, und auch den Staubsaugerbeutel auszusprühen. Benutzen Sie außerdem ein Insektenpuder oder -spray, das für den Gebrauch in der Umgebung eines Haustieres entwickelt wurde. Die Rückstände werden einfach ein paar Stunden nach der Anwendung abgesaugt. Denken Sie daran, daß die meisten dieser Mittel nicht für die direkte Anwendung auf Ihrer Katze geeignet sind.


Kastrieren

Wenn Sie nicht züchten wollen, ist es sinnvoll, Ihre Katze oder Ihren Kater kastrieren zu lassen. Kater, die nicht kastriert sind, neigen dazu, immer wieder für längere Zeit von Zuhause zu verschwinden. Sie kehren häufig mit Wunden und Verletzungen aus Revier-Kämpfen zurück. Außerdem markieren sie ihr Revier inklusive der Hauseinrichtung mit unangenehm riechendem Urin. Kastrierte Kater sind bessere Heimtiere, kämpfen weniger und leben gewöhnlich länger als unkastrierte Zeitgenossen. Wenn weibliche Katzen nicht kastriert werden, werden sie regelmäßig rollig und trächtig. Während der Zeit, in der sie heiß sind, sind sie extrem laut und für Nachbarkater sehr attraktiv. Eine Katze kann jährlich einen bis drei Würfe mit bis zu acht Kätzchen pro Wurf haben.

Ihr Tierarzt wird Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn Ihre Katze reif genug für die Operation ist. Bei Katern kann sie normalerweise ab einem Alter von 8 bis 10 Monaten durchgeführt werden, bei weiblichen Katzen in einem Alter von 6 bis 10 Monaten. Bei beiden Geschlechtern ist der Eingriff Routine. Normalerweise können Sie Ihre Katze noch am gleichen Tag wieder mit nach Hause nehmen. Behalten Sie das operierte Tier aber noch ein paar Tage im Haus, damit die Wunde heilen kann.


Hygiene

Eine gesunde, gutversorgte Katze ist kein Gesundheitsrisiko für Sie und Ihre Familie. Aber man sollte vorsichtig sein und ein paar einfache und vernünftige Vorsichtsmaßnahmen treffen:

  • Geben Sie Ihrem Kätzchen eigene Näpfe und Zubehör für die Nahrung. Halten Sie diese sauber, und waschen Sie sie nicht mit dem Familiengeschirr zusammen ab.
  • Stellen Sie Ihrem Kätzchen eine eigene Schlafgelegenheit zur Verfügung; schütteln Sie die Decken und Kissen regelmäßig aus, und waschen Sie sie ebenso regelmäßig.
  • Trainieren Sie Ihr Kätzchen darauf, die Katzentoilette zu benutzen, oder verschaffen Sie ihm Zugang nach draußen.
  • Entfernen Sie verschmutzte Katzenstreu und reinigen Sie die Katzentoilette nach Angaben des Herstellers. Tragen Sie dabei Handschuhe wenn Sie Schwanger sind, aber waschen Sie anschließend in jedem Fall sorgfältig Ihre Hände.
  • Erlauben Sie Ihrem Kätzchen nicht, über Flächen zu laufen, die zur Zubereitung des Essens oder beim Essen selbst benutzt werden.
  • Lassen Sie sich oder Ihre Kinder nicht von Ihrem Kätzchen ablecken, besonders nicht im Gesicht.
  • Decken Sie die Sandkästen Ihrer Kinder immer ab, wenn sie nicht benutzt werden. Katzen können sie für Katzentoiletten halten.
  • Bürsten Sie Ihr Kätzchen regelmäßig, und überprüfen Sie, ob es Flöhe oder andere Parasiten hat.
  • Folgen Sie den Entwurmungsanleitungen Ihres Tierarztes.
  • Füttern Sie Ihr Kätzchen nicht mit rohem Fleisch oder Fisch.
  • Beobachten Sie Ihr Kätzchen genau, und lassen Sie es sofort behandeln, wenn Sie irgendwelche Hinweise auf Krankheiten entdecken.
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Die Pflege Ihres neuen Kätzchens
So bleibt Ihr Kätzchen gesund
Wie Sie junge Kätzchen und ihre Mütter pflegen

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