Jeder, der mit einer Katze lebt, sollte einen Tierarzt haben, dem er wirklich vertraut. Auch wenn Ihre Katze kerngesund ist, sollte sie einmal im Jahr gründlich durchgecheckt werden, gerne im Zusammenhang mit den regelmäßigen Impfungen. Und wenn sie wirklich einmal krank wird, können Sie meistens schlecht beurteilen, wie ernst der Zustand Ihrer Katze ist. Im Zweifelsfall suchen Sie lieber den Tierarzt auf. Viele Katzen und Kätzchen sterben oder leiden unnötig nach gut gemeinter, aber schlecht durchgeführter Behandlung von Laien.
Wenn Sie einen festen Tierarzt haben, wird dieser auch im Notfall einmal zu einem Hausbesuch bereit sein. Halten Sie die Telefonnummer Ihres Tierarztes immer griffbereit, wie Sie es mit der für Ihren eigenen Arzt auch tun.
Wann Sie zum Tierarzt gehen müssen
Es gibt Situationen, in denen nur der Tierarzt helfen kann. Einige Beispiele finden Sie hier. Doch grundsätzlich gilt: In allen Zweifelsfällen ist es sicherer, sich mit dem Tierarzt in Verbindung zu setzen.
- Jeder Notfall, wie z.B. Autounfall oder Vergiftung
- Wenn Sie Ihre Katze zu Hause behandeln, aber ihr Zustand sich nicht verbessert oder sogar schlechter wird.
- Eine schwierige Trächtigkeit oder Geburt
- Kastration
- Impfungen/Entwurmungen
- Medizinische Check-Ups/Vorsorgeuntersuchungen
Der richtige Tierarzt
Suchen Sie sich einen Tierarzt, gleich nachdem Sie Ihre Katze bekommen haben. Warten Sie nicht, bis ein Notfall eintritt. Ihre Katze sollte vom Tierarzt untersucht werden und die nötigen Impfungen und Entwurmungen erhalten. Nehmen Sie bei diesem Anlass auch den Tierarzt (oder die Tierärztin) unter die Lupe - Sie sollten ihn und seine Methode, Praxis und Assistenten mögen. Wählen Sie einen Tierarzt, bei dem Sie sich wohl fühlen und von dem Sie glauben, dass er in Ihrem Interesse – und dem Ihrer Katze –handelt. Wenn Sie einen Tierarzt gefunden haben, gehen Sie bitte pünktlich zu den Terminen und bringen Sie die notwendigen Informationen mit. Der Tierarzt wird wissen wollen, wann der Zustand zum ersten Mal aufgetreten ist und welche die Anzeichen waren. Eventuell können Proben von Stuhl, Urin und Erbrochenem für den Tierarzt von großem Nutzen sein.
Erwarten Sie keine Diagnose am Telefon. Und gehen Sie lieber einmal zu viel in die Praxis: Obwohl tierärztliche Hilfe ziemlich teuer erscheinen mag, sollten Sie den Besuch beim Tierarzt aus Angst vor möglicherweise hohen Rechnungen lieber nicht aufschieben. Ein Zögern kann Schmerzen für Ihre Katze bedeuten und bringt am Ende vielleicht sogar eine noch höhere Rechnung mit sich. Nachdem Sie beim Tierarzt waren, halten Sie sich genau an seine Anweisungen und an die Behandlung, die er verordnet. Erwarten Sie nicht, dass Ihr Tierarzt ein Wunderdoktor ist. Oft kann er das scheinbar unheilbare Tier retten, aber, wie jeder Arzt, hat er manchmal Patienten, denen er trotz bester Behandlung nicht helfen kann.
Fragen Sie sich selbst…
- Zeigt der Tierarzt/die Tierärztin Interesse an Ihrer Katze? Wenn nicht, gehen Sie woanders hin.
- Erklärt der Tierarzt die Dinge auf eine Weise, die Sie verstehen? Wenn dem nicht so ist oder er Wissen voraussetzt, das Sie nicht besitzen, bitten Sie gleich um Aufklärung.
- Wirken der Tierarzt und seine Assistenten ruhig und kompetent, wenn sie mit kranken und nervösen Tieren umgehen?
- Fragt die Anmeldung, wenn Sie anrufen, nach Einzelheiten, um zu entscheiden, ob Sie sofort in die Praxis kommen müssen oder ob es "bis morgen warten" kann?
- Was sagen andere Leute im Wartezimmer über den Tierarzt?
- Führt der Tierarzt Aufzeichnungen aller wichtigen Erkrankungen durch?
- Bietet der Tierarzt einen Notfallservice, oder hat er eine Telefonansage, wo ein solcher zu finden ist?
Behandlung zu Hause
Die Behandlung zu Hause durch Sie oder jemanden aus Ihrer Familie ist bei einer ganzen Reihe von ungefährlicheren Krankheiten und Verletzungen empfehlenswert. Einfache erste Hilfe sollten Sie ebenfalls zu Hause leisten können. Denken Sie aber immer daran, dass Ihre Katze Ihnen nicht sagen kann, wie es ihr geht, und dass es keine narrensichere Methode gibt, um eine Diagnose zu stellen. Es ist wichtig, dass Sie sich auf dem Laufenden über Katzen-Gesundheit halten und darüber, wie Sie Probleme erkennen. Darüber hinaus ist es aber auch wichtig, dass Sie lernen, wann Sie die Hilfe Ihres Tierarztes brauchen.
Alle Medikamente müssen so lange verabreicht werden, wie der Tierarzt sie verschrieben hat. Warten Sie auch mit allem, was wegen der Krankheit verboten war – also bestimmtes Futter, Bewegung, Freilauf – bis Ihnen der Tierarzt seine Zustimmung gibt.
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