Wann haben Sie das letzte Mal eine Katze an der Leine gesehen? Wenn überhaupt, dann ist das bestimmt schon einige Zeit her. Denn die meisten Katzen lassen sich nicht gerne an der Leine führen. Sie fühlen sich eingeengt und wehrlos gegenüber Gefahren. Aber es gibt eine Möglichkeit, Ihrer Katze beizubringen, an der Leine zu laufen.
Wie Sie Ihrer Katze beibringen, an der Leine zu laufen
Eine Katze wirklich an die Leine zu gewöhnen, erfordert von Ihnen viel Geduld und Fingerspitzengefühl. Außerdem kostet es natürlich Zeit und viel Training. Einige Katzenrassen scheinen das Laufen an der Leine schneller zu lernen. Dazu gehören Siam, Burma, Russisch Blau, Colourpoint, Orientalisch Kurzhaar. Möchten Sie, dass Ihre Katze an der Leine läuft, sollten Sie bereits mit dem Jungkätzchen trainieren. Sie brauchen dazu ein Geschirr und eine Leine. Ein Geschirr ist deshalb besser, weil die meisten Katzen sich aus einem Halsband befreien können, wenn sie nur wollen.
- Als ersten Schritt legen Sie der Katze mehrere Tage hintereinander für kurze Zeit das Geschirr an, bis sie sich daran gewöhnt hat. Sie muss ja erst lernen, ihre Bewegungen entsprechend zu koordinieren.
- Anschließend folgt die Leine. Legen Sie sie einfach an, damit ihre Katze sich an sie gewöhnt und folgen Sie unbedingt den Bewegungen der Katze so, dass diese noch keinerlei Widerstand spürt.
- Dann – immer noch im Haus – ermutigen Sie Ihre Katze mit einem reizvollen Spielzeug oder einem Leckerli, kleine Gänge zu unternehmen.
- Beginnen Sie mit kurzen Spaziergängen im Garten. Aber denken Sie daran, dass „Gassigehen" nicht dem natürlichen Bewegungsablauf einer Katze entspricht. Besser ist es, mit ihr zu spielen.
Ihre Katze und die Welt da draußen
Es ist oft zu gefährlich, Ihre Katze frei draußen herumlaufen zu lassen, obwohl sie das mit Sicherheit gerne täte. Es sind weniger ihre natürlichen Feinde, die ihr Leben gefährden, als der Straßenverkehr. Wenn Sie Ihrer Katze Freilauf bieten wollen, sollten Sie ihr diesen im katzensicher eingezäunten Garten gönnen. Sie können ihr auch eine Art Voliere im Freien bauen. Verwenden Sie dazu starke Holzpfosten und Maschendraht. Sorgen Sie für geschützte Bereiche, damit Ihre Katze bei schlechtem Wetter Unterschlupf finden kann. Ideal wäre es, wenn in dieser Voliere Stangen, Bäume und Kratzbäume auf unterschiedlichen Ebenen stünden. Eine Art Spielhimmel für Ihre Katze also. Wenn Ihre Katze sich draußen uneingeschränkt bewegen kann, sollte sie ein Halsband mit elastischem Gummiband haben, damit sie sich daraus befreien kann, falls sie sich irgendwo verfängt. Auch ein Namensschild ist empfehlenswert. Mit einem Glöckchen am Halsband können Sie Ihre Katze besser finden, und außerdem werden potentielle Beutetiere wie Vögel gewarnt, wenn sie sich nähert. Das klappt allerdings nicht immer, manche Katzen lernen, sich trotz Glöckchen anzuschleichen.
Aber auch im Haushalt gibt es Gefahren. Im katzensicheren Haus dürfen zum Beispiel keine Fenster gekippt sein, wenn die Menschen außer Haus sind. Sie sollten immer überprüfen, ob Türen von Waschmaschine und Wäschetrockner geschlossen sind und keine scharfen Messer herumliegen. Verstauen Sie Plastiktüten, Haushaltsreinigungsmittel und Ihr Nähzeug so, dass sie unerreichbar für Katzenpfoten sind. Überprüfen Sie auch, ob es freiliegende elektrische Leitungen gibt. Sichern Sie alles Zerbrechliche, wie Porzellan, Glas und Keramik. Wenn Katzen sich selbst überlassen sind, sorgen sie meist selbst für ausreichend Bewegung, um fit und gesund zu bleiben. Sie müssen für eine sichere Umgebung sorgen.
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